Die etruskische Nekropole

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Pian dei Lupi liegt zwischen Nibbiaia und Castelnuovo della Misericordia.


Bei den Ausgrabungen in den Jahren 2001 bis 2005 wurden über 100 etruskische Graeber entdeckt, die auf die Zeit zwischen dem 4. und 1. Jahrhundert v. Chr. datiert werden konnten. Die Gräber liegen in einem sehr harten und kompakten Erdreich und sind fast ausschliesslich Urnengräber in “Brunnenform”, teilweise mit einem lokalen roh behauhenen Stein oder einem Ziegel bedeckt. Die Gräber, eng bei einander liegend, scheinen in mehreren mehr oder weniger runden Systemen angeordnet worden zu sein, welche die Zugehoerigkeit der Verstorbenen zu verwandschaftlichen “Clans” anzeigen. Die Siedlung, die sich in der Nähe der Nekropolis befunden haben muss, befand sich unzweifelhaft in einer strategisch wichtigen Position: von hier aus und von den umliegenden Anhöhen, war es möglich eine weiträumige Kontrolle sowohl über das Meer zu haben, wo sich die wichtigsten Schifffahrtsrouten kreuzten, als auch über wichtige Handelsrouten in einem grossraeumigen Gebiet des angrenzenden Binnenlandes. Man kann davon ausgehen, dass die Siedlung "Pian dei Lupi" Teil eines   Besatzungsprogrammes war, gefoerdert von der Stadt Pisa, vorrangig aus oekonomischen Motiven wie der Bebauung bisher landwirtschaftlich wenig genutzter Gebiete und der Anbindung an den Handel am Meer. Gleichzeitig konnte die Siedlung militärische Kontroll-Funktionen uebernehmen, als Teil eines Verteidigungssystems, welches Pisa zum Ende des 4. Jh.v. Chr.  an der Grenze zum Volterranischen Territorium schaffte, und welches seinen Stuetzpunkt in Castiglioncello hatte.

Die Qualität und der Reichtum der Grabbeigaben lassen auf eine gehobene, wenn nicht sogar aristokratische Schicht schliessen, die ihren Reichtum aus Handel und Agraranbau bezog. Die in den männlichen Gräbern gefundenen Beigaben, vor allem die vielen griechisch-römischen Weinamphoren, bezeugen eine rege Beteiligung der Siedlung am Handelsverkehr des 4. Jahrhunderts. Die engen Beziehungen zu Rom sind anhand der ausschliesslich römischen Münzfunde belegt.

Die importierten Produkte, die häufig in den Gräbern gefunden wurden ( vor allem Keramik, aber auch Objekte aus Gold und Bronze), sind Beweis einer regen Handelstätigkeit, die hauptsächlich über den Meerweg erfolgte.

HINWEIS:  

  

Die untenstehenden Abbildungen wurden speziellen Veroeffentlichungen des archaeologischen Museums von Rosignano Marittimo entnommen.  

Die Vervielfaeltigung zu jedwedem Zweck ist untersagt

 



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